Melanie Grimm

Rheinhessische Auswanderer: Konrad Nies, Dichter

11. August 2009

in Heimat- und Familienforschung

Viele Künstler zeichnen sich durch einen unsteten Lebenswandel aus, sie reisen durch die Welt und wechseln auch häufiger ihren Wohnsitz – der Ruf der Ferne hat für sie etwas Verlockendes. So mag es auch dem Alzeyer Dichter Konrad Nies gegangen sein, als er 1883 in die USA auswanderte.

Möglicherweise waren es aber auch Geldsorgen, die ihn veranlassten, sein Glück in der neuen Welt zu suchen. “Nies wurde zwar einer der bekanntesten deutsch-amerikanischen Dichter seiner Zeit, aber ein großer finanzieller Durchbruch gelang ihm nie”, sagt Historiker Dr. Helmut Schmahl. 1862 wurde Konrad Nies als Sohn eines Bäckers in Alzey geboren. Schon als kleiner Junge galt sein Interesse der Kunst, in der Schulzeit schrieb er die ersten Gedichte. Später studierte er Schauspiel und war einige Zeit an der Bühne in Leipzig tätig.

Hoffnungen auf Erfolg in Amerika konnte sich Nies durchaus berechtigt machen: Zu dieser Zeit gab es in einigen Teilen der USA große deutsche Auswanderer-Gemeinschaften, die ein reichhaltiges deutsches Kulturleben pflegten. Nies war in Amerika vor allem als Schriftsteller aktiv. Immer wieder kreisten seine Texte und Gedichte um die alte Heimat, wie etwa in der Novelle “Die Volkerfidel”.

Weiterlesen in der Allgemeinen Zeitung Alzey vom 05.08.2009

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Konrad Nies @Wikipedia.de