Melanie Grimm

Sarkophag in Alzey geborgen

11. August 2009

in Heimat- und Familienforschung

Im Rahmen der Bauarbeiten zur Erweiterung des Kindergartens Pfalzgrafenstraße stießen Mitarbeiter der Baufirma bei Kanalarbeiten auf einen fast unversehrten Steinsarkophag. Darüber hat Landesarchäologe Gerd Rupprecht, von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), jetzt die AZ informiert.

“In dem Sarkophag befanden sich die ungestörten Skelettreste eines Erwachsenen”, freut sich Dr. Rupprecht und verweist im Zusammenhang mit der Bergung des wertvollen Fundes auf die umsichtige Vorgehensweise der Mitarbeiter der Firma Faber und die Unterstützung durch Architekt Ernst Eichler.

Gleichwohl bedauert Rupprecht, dass dem Steinsarg keinerlei Grabbeigaben, Schmuck oder andere Gegenstände, beigefügt waren, die etwas über die Identität oder die genaue zeitliche Einordnung des Toten hätten verraten können. “Neben dem Sarkophag konnten wir ein weiteres Skelett bergen, das von der Landesarchäologie in Mainz fachgerecht freigelegt, dokumentiert und am 27. Juli geborgen wurde.” Die Skelettbearbeitung liege jetzt bei der Diplom-Anthropologin Katja Zipp, M.A., ebenfalls im Haus der Landesarchäologie in Mainz. Eine von ihr in Heidelberg in Auftrag gegebene Radiocarbondatierung werde das genaue Alter des Fundes ergeben. Daneben widme sich die Anthropologin selbst der Klärung des Lebensalters, des Geschlechts, des Gesundheitszustandes der geborgenen Skelette. (…)

Mehr dazu in der Allgemeinen Zeitung Alzey vom 04.08.2009

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