Melanie Grimm

Grenzstein-Geschichte

5. September 2009

in Heimat- und Familienforschung

Mit einer kleinen Feier wurde am Freitag im Garten von Burg Windeck ein so genanntes Lapidarium eingeweiht. In dem aus Mitteln und in Eigenleistung des Vereins Heimatmuseum Burg Windeck erbauten Ausstellungspavillon werden historische Grenzsteine aus fünf Jahrhunderten zugänglich gemacht und demnächst durch Schautafeln erläutert.

Grenzsteine, so erklärt der Heidesheimer Historiker Karl Urhegyi, seien keine privaten Eigentümer. “Sie haben ihre Bedeutung nur vor Ort”. Auf das Ausgraben oder verschieben eines Grenzsteins drohten in vergangenen Jahrhunderten drakonische Strafen.

Heidesheimer Grenzsteine vom 15. Jahrhundert bis nach dem Zweiten Weltkrieg sind nun im Lapidarium zu sehen. Keiner von ihnen stand zuletzt an seinem ursprünglichen Standort. “Ich wusste schon immer, dass solche historischen Steine einige Heidesheimer Privatgärten zieren”, sagt Urhegyi.

Seit Jahren habe er sich bemüht, die Steine für das Heimatmuseum zur Verfügung gestellt zu bekommen. Denn wenn die Grenzsteine schon ihre eigentliche Funktion verloren hätten, findet der Historiker, gehörten sie wenigstens an einem geschützten Ort für die Nachwelt aufgehoben.

Quelle und mehr: Grenzsteine aus fünf Jahrhunderten (Allgemeine Zeitung, 05.09.2009)

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