Wer in Rheinhessen unterwegs ist, stolpert “alleridd” (also laufend) über Worte, die typisch für die Region sind: Ob Abbelränzje, Schmalzdaggel oder Bambelschnud – gelebt wird nach dem Motto “Wie geredd, so gebabbelt”. Beim Zuhören kann man da schon “dormelich” werden…
Nicht so der Wormser Hartmut Keil. Er hat schon Grimms Märchen, die Nibelungensage und Goethe ins Rheinhessische übersetzt – und nun ein “Rheinhessisches Mundart-Lexikon” geschrieben. Mehr als 2400 Ausdrücke, Schimpfwörter und Redewendungen werden darin “vekassemaduggeld” – hochdeutsch: erklärt. Selbst wer mit “Rhoihessisch” als erster Fremdsprache aufgewachsen ist und glaubt, Land, Leute und jeden Laberhannes zu kennen, wird mit Spaß in diesem Buch blättern.
Weiterlesen: Wort für Wort “vekassemaduggeld” (Allgemeine Zeitung, 18.08.2009)
- Das Rheinhessische Mundart-Lexikon Blog
- Wissen Sie, was ein Äschegrädzje ist? Oder eine Baddschkabb, ein Ebbededzje, Deedz, Dollbohrer, eine Dunsel, ein Fuggemacher, Griewehals, Heggebankert, Hoschbes, Huschde-Gudzje, Huwwel, Kabbes, Kadzuff, Monder, Olwer, Piffsche, Schwolleschee, Zwoggel …

